Osterfahrt Les Arcs

15. Juni 2026

FAHRTEN

 

FAMILIEN

 

Im letzten Jahr endete der Tourbericht:“ es wird schwer diese Veranstaltung zu toppen, außer wir treffen uns alle an gleicher Stelle wieder und machen da weiter, wo wir aufgehört haben.“

In Vorfreude auf Les Arcs wurden die Wetterprognosen engmaschig gemonitort, je näher der Termin kam, desto mehr aktuelle Wettervorhersagen wurden im Teilnehmerkreis ausgetauscht., – startend mit minus 18 Grad, (heizbare Handschuhe kaufen), die Temperaturen kletterten dann in der Vorwoche unaufhaltsam bis auf plus 24 Grad. Was für ein Wetterumschwung bahnt sich da an.

Der Start morgens gegen sechs bei Nieselregen, der sich zum Schwarzwald hin zum ordentlichen Schauer entwickelte, lässt leichte Zweifel an der Wetterprognose aufkommen. Aber dann kam Bern, besser der Tunnel vor Bern,- Einfahrt wolkenverhangen leichter Nieselregen, Ausfahrt heiter bis wolkig. Die Stimmung hellte sich schlagartig auf. Und wurde mit jedem Kilometer besser, Sonne satt und Schnee und nicht nur in den Gipfellagen. Am Lac de Annecy stiegen die Temperaturen auf über 20 Grad und Shorts und T-Shirts bestimmten das Bild auf der Uferpromenade. Les Arc 1.800 empfing uns mit wolkenlosem Himmel und Schneebergen entlang der Straße. Bessere Rahmenbedingungen für den Start in die Skiwoche kann man sich kaum vorstellen.

Das Einchecken funktionierte reibungsfrei, selbst die Tiefgarage öffnete sich wie von Geisterhand, vorausgesetzt man hatte das Kennzeichen übermitteltet.

Bereits im Vorfeld wurden 18 Skifahrgruppen gemäß der individuellen Wünsche nach Alter, Können (Anfänger bis Profi) und Erwartung (mit und ohne Tipps) gebildet, die jüngste Skischülerin 3,5 Jahre, der älteste Aktive 73 Jahre. Auch für die Snowboarder war gesorgt. Die gute Vorbereitung wies allen ihren Wunschkurs zu und ermöglichte einen reibungslosen Start und das bei strahlendem Sonnenschein und üppigen Schneeverhältnissen, -nirgends aperte auch nur das Grün eines Grashalms aus.

Zum besseren Kennenlernen gab es gleich am Ostersonntag das legendäre „Blind Date“ oder neuerdings auch „Aperitif Labyrinth“ – man besucht und wird in seinem Appartement besucht-, nach Regeln der WSV-Schicksalsgötter Jutta und Elmar. Mancher kam auf den letzten Drücker, das Traumwetter hielt viele Skienthusiasten bis zu der letzten Bergfahrt fest in seinem Bann. Eine unerwartete Erkenntnis des sich Kennenlernens war, mehrere Teilnehmer griffen den Trend der Zeit auf und waren nicht ohne ihre Küchenhilfe (Thermomix etc.) angereist.

Die legendäre Schneebar lud zum lockeren Miteinander ein und machte ihren Namen alle Ehre. Sie glich einer Trutzburg aus Eis und Schnee und auf wundersame Weise entsprang der Rückwand ein Quell mit dem allzu beliebten hessischen Stöffchen. Die letzten Club-T-Shirts fanden glückliche Abnehmer.

Die Kommunikation vor Ort wurde zum einen geschickt über eine WhatsApp-Gruppe gelöst,- so fand auch jeder liegengebliebene Handschuh zurück zu seinem Besitzer,- und zum anderen durch das legendäre Morgen-Briefing von Frank Punkt 9:00 Uhr. Mit Humor und Fingerspitzengefühl gab er ein organisatorisches Update und einen kurzen Überblick über die Workshops des Tages. „Funpark für jung und alt“, „Buckelpiste mit Würde meistern“, „Sulzschnee lieben lernen“, erste Schritte auf Tourenski und Umgang mit der Lawinenausrüstung, auch die obligatorische Tour nach La Plagne wurde angekündigt und organisiert.

Die Schnee-Pistenverhältnisse konnte man eindrücklich bei der Abfahrt von Lanchettes runter nach Villaroger erleben,- oben kratzig, aber nicht eisig, gleitender Übergang zu fluffig-griffig, zunehmend griffig und am Ende sulzig. Diese Bedingungen fand man die ganze Woche je nach Höhe, Himmelsrichtung und Tageszeit.
Unser gemeinsamer Club-Abend fand wie im letzten Jahr in der Apres-Ski-Kultstätte, La Folie Douce, statt. Tolle Räumlichkeit mit kompletter Disco-Technik, Essen für jeden Geschmack,- Rinderbäckchen, Käsefondue, Würstchen mit Babykartoffeln, und eine Fülle von Beilagen. Sonderwünsche wie z.B. Spaghetti ohne Soße, aber mit Butter und Parmesan wurden freundlich entgegengenommen und zeitnah serviert. Schokoladenkuchen mit Sahne für die Kids und Tiramisu für Erwachsene rundeten das Menü ab. Selbst der Espresso zu guter Letzt, fehlte nicht. Die Auftritte der stimmgewaltige Sänger begeisterten so, dass sich einige Mädchen des WSV-Nachwuchses spontan als Go-go-Girls miteinbrachten. Spätestens bei „Uptown Funk“ zog es auch die Erwachsenen auf die Tanzfläche. Bei Robbie Williams „Angels“ gingen die Handyleuchten an und mit Inbrunst stimmten der ganze Saal in den Song ein.

Das Highlight des Abends war das Improvisations-Theater-Stück, konzipiert von der WSV-Jugend, moderiert von Emily und Johannes. Die „Macher“ bezogen in liebenswerter Art und Weise auch die Jüngsten z.B. als Rentiere, Pinguine, Sonne, Wolken in die Geschichte über Sonne und Wolken ein. Die rundum geglückte Veranstaltung zauberte auf alle Gesichter ein Lächeln und selbst die jüngsten wären gerne noch länger als 23:00 Uhr geblieben.

Freitag vormittags war nochmals Genussskifahren bei Traumbedingungen angesagt. Mittags trafen sich dann alle bei hochsommerlichen Temperaturen zum traditionellen Gruppenfoto, Zum Abschluss bildeten die Erwachsenen ein Spalier entlang der Piste und die Jüngsten zeigten voller Stolz und mit vollem Einsatz, was sie diese Woche gelernt haben. Wohin die Trainingsoffensive führen kann, demonstrierte abschließend das Betreuerteam im perfekt abgestimmten rhythmischen talwärts Gleiten.

Mein Fazit für diese Woche ist: Die Veranstaltung übertraf in allen Aspekten die Erwartungen: Sieben Tage Sonne, Sieben Tage Skivergnügen, Sieben Tage kurzweilige Skigruppendynamik. Es ist den „25 Aktiven“ des WSV wieder in beeindruckender Weise gelungen ein über Generationen hinweg ansteckendes Wir-Gefühl bei den 92 Ski Fans zu erzeugen und den Funken der Begeisterung für den Skisport zum Leuchten zu bringen. Die Nebenreaktion, – Hand, Arm und tiefblaues Auge sind mittlerweile auch wieder ausgeheilt.

Danke an Euch alle, die Ihr diese Stimmung erst ermöglicht habt.

Ansprechpartner

Martin van Wickeren

Kommunikation


Wasserwerkchaussee 4
65795 Hattersheim

kommunikation@wsv-hofheim.de