S.Cassiano mit sehr viel Schnee für WSV-Senior-Ski-Fahrende

18. Januar 2019

FAHRTEN

 

SENIOREN

 

SKI ALPIN

 

Am Morgen nach Christi Himmelfahrt, strahlend blauer Himmel, draußen blüht alles, – ein Anruf von unserer Chefin Karin: „Bitte, könntest Du den Bericht für´s WSV-Heft, – mach mal ´was!“ Also tippe ich Im Frühling meine Winter-St. Kassian-Erinnerungen in den PC.

Wir sind eine vielfältige Gruppe Skifahr-Williger und Begeisterter, teils schon recht weit entfernt von der Jugendzeit: insgesamt 6 Sies und 10 Ers, zum Teil Soli (oder Solos?), Reifere und ganz Reife, Neue und Altgediente, Noch-Schnelle und Schon-Bedächtigere, also von jeder Sorte etwas, bunt gemischt, aber alle noch mit Brettern an den Schuhen

Mit neuem Termin zum Ende Januar: Start zu verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten, auf verschiedenen Routen, in verschiedenen Fahrgemeinschaften, alle mit nur einem Ziel: unser Cafe in St. Kassian zum Cappuccino. Fast alle trafen zur gleichen Zeit ein, mit großem Hallo und lebhafter Begrüßung.

In St. Kassian hat´s Schnee en masse! Am Morgen, zu noch erträglicher Zeit, geht´s auf die Piz Sorega zum Sich-Einfahren und später zum Einfinden in 2 Gruppen. Schon nach den ersten Schwüngen war eine von uns weg. Aber wir haben alle Handys an und eine Telefonliste, umseitig mit FIS-Skiregeln. Wir üben mehr oder minder erfolgreich, verlieren mal den einen oder die andere und finden uns wieder, rechtzeitig zur Mittagspause und später in La Ütia: mit großem Hallo usw. von uns und Werner mit Mirella.

Alle Achtung, was Senioren noch so alles zusammen fahren: Pisten jeder Kategorie, – nichts haben wir ausgelassen. Wir sind schwarz gefahren, auch mehrfach, weil´s so glatt ging. Gran Risa direkt, erst links rot, dann rechts schwarz, vorbei am Starthäuschen über den Startschuss die steilste FIS-Riesenslalomstrecke runter, im Edelweißtal von der Ütia Pradat ganz links, aber auch steil-rote, leicht-rote, und nachmittags dann mal blaue, um es richtig krachen zu lassen.
Von Osthängen über Süd- und Westlagen bis zu den schnellen Nordhängen: Unsere Vorfahrer haben zum Sonnenstand geschaut und los ging´s. Nur der Wind war auf man- chen Hängen manchen recht frisch.

A propos Vorfahrer: Man sollte sich genau aussuchen, mit wem man her fährt oder gar liftelt. Einen gab´s, der konnte sich nicht einmal richtig in den Lift-Sessel niederlassen. Seine Ski klemmten und wollten nicht mit, er fiel aus dem Lift und riss zwei der Gruppe mit in den „Abgrund“, Einer litt tagelang unter Atmungsschmerzen. Gefahren ist er trotz-dem, als sei der Leibhaftige hinter ihm her, oder war´s der Volker?

Die Gemütlicheren hatten bald eine dritte Gruppe gebildet. Immer großes Hallo, wenn eine Gruppe eine andere traf, so wie beim Crep de Mont. Wir kamen von fast unterhalb der Sella-Spitze Piz Boe, vom schwarzen Vallon, Werners Gruppe aus der Pause nach dem Mittag. Ab ging´s hinunter durch den Tannenwald zum Passo campolongo: Frischer Tannenduft, super Schnee, ein langsamer Tellerlift verlockten uns nochmal und nochmal.

Eine große Gruppe wollte bei dem noch schönen Wetter auf die Sella Ronda-Tour. So zeitig hatte Werner seine Gruppe auf den Ciampinoi geführt, dass ein Abstecher nach
St. Christina sein konnte und musste: die schwarze Sasso Longo-FIS-Herren-Abfahrt, mit den „Kamelbuckeln“. Ungeklärt blieb, ob bzw. von wem diese überflogen, überspru-gen oder brav überfahren wurden. Unsere beiden „Youngster“ hatten noch am Abend leuchtende Augen.

Am nächsten Morgen: bestes sight-seeing-Wetter. Also frühzeitiger Start in Richtung und auf die Marmolata, durch Arabba hinauf zur Porta Vescovo. Dort gab es kein (An-)Halten mehr für unsere beiden Tempofahrer. Sie legten ein Intermezzo ein: über den Passo Padon zum Fedaiasee und von der Talstation Malga Ciapela zum Marmolada-von-ganz-oben-Abfahren, immerhin ca. 1,6 H-km. Nach etlichen Um- und Irrwegen wollten wir an-deren von der Hütte am Passo Padon aus zuschauen. Wir trafen sie später wieder,strah- lend bis hinter beide Ohren. Am Abend waren alle rechtschaffen müde, aber glücklich.

Abends, nach Pizzeria oder anderen Abendessen-Stätten, trafen sich mehr oder minder alle im „La Palsa“ zu Rotwein, zum Erzählen, wie schön mal wieder der Tag war, darüber hinaus zu großen und elementar wichtigen Aussprachen mit ganz bedeutsamen Ergeb-nissen und Erkenntnissen, vor allem zu der Planung, wer morgen wohin fährt.
Die Orga. hat an einem Abend eine tolle Vesper vorbereitet: Wurst, Schinken und Käse von den Tieren, die im Sommer auf den Wiesen, Hängen und Almen weiden, auf denen wir im Winter Ski fahren; dazu Brote nach einheimischen, ladinischen Rezepturen, mit frischen, leckeren Beilagen. Super und absolut wiederholenswert, liebe Orga.

Am vorletzten Tag fiel ausgiebig Neuschnee, die einen sagen dazu Tiefschnee, so 30 cm hoch, andere deshalb Hochschnee, aber fast knietief, – unter Spöttern: Mäuse-Knie tiefer Pulverschnee. Sei´s drum, an dem Tag waren vorwiegend Wald-Pisten die zweitbeste Version. In den Pausen neigten wir zur besten Variante: Frohlocken mit Gesang und Tanzeinlagen bei Bier und Wein in dem einen oder anderen Rifugio.

Neue Erkenntnisse oder Einsichten:
Egal ob links oder der Sonne folgend rechts herum: Zu viele fahren Sella Ronda, – sogar mit Bussen werden sie heran gekarrt. Die vielen Bahnen und Lifte können zwar alle Gäste befördern, aber um viele, viele mehr, als die Pisten vertragen, als es den Hängen und Abfahrten ohne Schäden zugemessen wäre. Denn am Nachmittag sind die Pisten doch schon sehr zer- und abgefahren, verbuckelt und „ausgelutscht“.
Abseits der Sella-Ronda-Route findet man auch dann noch gute Schneeverhältnisse und Pisten. Schade, dass hier die Gewinn-Maximierung der jeweiligen Liftbetreiber zulasten der Qualität der Pisten, der Natur, der Hänge, deren Bewuchs und Boden geht.

Alles hat ein Ende, leider auch solch schöne Skitage. Samstagseinkauf, Käse aus der Ortskäserei von heimischen Kühen, ein letzter Cappuccino im Treff-Cafe, – gute Heimfahrt, ciao und arreviderci bis zum nächsten Mal – der Orga sei gedankt und auch, dass alle ziemlich heil heimgekehrt sind. S. Cassiano, wir kommen wieder.

Ansprechpartner

Martin van Wickeren

Kommunikation


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